Willkommen beim NABU Duisburg

Gemeinsam für Mensch und Natur


letzte Änderung: 19.10.2022

Aktuell

Mehr Klimaschutz in Duisburg - werdet aktiv!

Die Stadt Duisburg will mehr für das Klima tun. Dafür wurde im Jahr 2021 die Stabsstelle Klimaschutz geschaffen. Um auch die Bürgerinnen und Bürger zu aktivieren, gibt es neuerdings ein Online-Portal, in dem jeder seine Ideen und Vorschläge für mehr Klimaschutz in unserer Stadt einbringen kann. Der NABU Duisburg ruft jedes seiner Mitglieder, und auch alle Nicht-Mitglieder, dazu auf, reichlich Gebrauch von dem Angebot zu machen.

Denn: Klimaschutz wurde in Duisburg bislang stiefmütterlich behandelt. Es wäre fatal, würde das Angebot nicht genutzt, denn damit würden wir den Verantwortlichen der Stadt signalieren, Klimaschutz sei nicht gewollt. So etwas darf nicht passieren! Also werdet aktiv!

19.10.2022

Zum Online-Portal - klick aufs Bild!

Willst du mehr Informationen über das Projekt? Dann klick hier!

Dürre: "Es hat letzte Nacht doch geregnet!"

01.10.2022

So einen Satz hört man häufiger dieser Tage, sobald das Gespräch auf die zu Ende gegangene Trockenheit fällt. Ja, es hat geregnet und das nicht nur letzte Nacht, sondern auch zahlreiche Nächte und Tage zuvor – über 100 Liter im gesamten Monat September. Das sind 70% mehr Regen als im langjährigen Durchschnitt. Die Vegetation erholt sich, Wiesen werden wieder grün, Sträucher stehen nach langer Durststrecke wieder im Saft. Alles also wieder gut? Mitnichten!

dunkelrot = außergewöhnliche Dürre; hellrot = extreme Dürre; orange = schwere Dürre (z.B. am Niederrhein)
dunkelrot = außergewöhnliche Dürre; hellrot = extreme Dürre; orange = schwere Dürre (z.B. am Niederrhein)

Eine paar nasse Wochen können nicht ausgleichen, was der durch uns verursachte Klimawandel in den zurückliegenden Monaten angerichtet hat. März, Juli und August waren pulvertrocken, und auch in der Zeit dazwischen (v.a. Mai und Juni) gab es deutlich weniger Niederschläge als normal. Zudem fiel der Regen der letzten Wochen auf einen ausgedörrten Boden. Trockene Böden können Wasser aber nur sehr schlecht auf-nehmen. Der Regen war daher nicht in der Lage, bis in tiefere Bodenschichten vorzudringen. Das zeigt auch der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umwelt-forschung.

Während der Oberboden (bis 25 cm) mittlerweile wieder halbwegs mit Wasser versorgt ist, herrscht in tieferen Bodenschichten, also dort, wo viele Bäume wurzeln, noch immer schwere Dürre (s. Abbildung rechts). Es ist also beileibe nicht alles wieder gut ... höchstens an der Oberfläche.

Artenvielfalt: Lichtfang auf der Streuobstwiese

06.05.2022

Nach zwei Jahren aktiver Naturschutzarbeit haben wir uns vorgenommen, nach und nach das Inventar der Arten zu erfassen, die auf unserer Streuobstwiese heimisch sind.

 

Am Anfang war das Licht, und das Licht war hilfreich, denn es lockte die nachtaktiven Insekten an. Der weiße Vorhang, der um die Lampen hängt, erfüllt mehrere Funktionen. Zum einen dient er dem Schutz der Tiere, zum anderen der Vergrößerung der leuchtenden Fläche. Auch das Beobachten und Bestimmen der Tiere fällt damit leichter.

 

Um eine vollständige Artenliste zu erhalten, reicht eine einmalige Aktion allerdings nicht aus. Weitere Nächte im Sommer und im Herbst werden folgen.

 

Die Bildergalerie soll erste Eindrücke geben. Zu sehen sind dort einige Nachtfalter, eine Schnake und ein Maikäfer.

 

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Klimapolitik: Bürgerbegehren

29.10.2021

Der NABU Duisburg unterstützt das Bündnis "KlimaEntscheid Duisburg". Das Anliegen der Inititive ist, die Stadt mittels eines Bürgerbegehrens zur Erstellung eines Klima-Aktionsplans zu zwingen.

Update (28.11.2021)

Es gibt Erfreuliches zu berichten.

Die Stadt hat sich dem Druck der Initiative gebeugt und wird nun externe Sachverständige beauftragen, um einen Aktionsplan "zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2035 für die Stadt Duisburg und deren städtische Unternehmen" zu erstellen. Damit übernimmt die Stadt exakt die Formulierung, die der KlimaEntscheid Duisburg zur Initiierung eines Bürgerbegehrens vorgesehen hatte.

 

Klimapolitik: Ohne Sinn und Verstand

04.08.2021

"Eine der schwersten Hochwasserkatastrophen trifft Deutschland. Was sind die Ursachen? Wurde aus vorigen Fluten nichts gelernt?"

 

Diese Schlagzeile könnte aus einer der letzten Wochen stammen. Tut sie aber nicht. Der SPIEGEL brachte sie anlässlich der Jahrhundertflut an der Donau im Jahr 2013. Theoretisch hätte sie aber auch aus dem Jahr 2010 stammen können, dem Jahr der historischen Oder-Flut, oder aus 2002, dem Jahr, in dem ein "Jahrhunderthochwasser" die Elbe traf, obwohl nur vier Jahre später Wassermassen ähnlichen Ausmaßes erneut durch den Fluss rauschten.

Deshalb noch einmal die Frage: Haben wir nichts gelernt? In Duisburg offenbar nicht. Denn wie sonst wäre man zu der Entscheidung gelangt, in Beeckerwerth neue Wohnbebauung zuzulassen, keine 100 Meter vom Deich entfernt, noch dazu im Überschwemmungsgebiet des Rheins. Ein solcher Entschluss ist in höchstem Maße fahrlässig. Den städtischen Behörden, so scheint es, ist das scheißegal.

 

Hochwassergefahrenkarte (HQ 100)

Auf der Fläche der Helios Rheinklinik sollen demnächst 300 Wohneinheiten entstehen (inkl. Tiefgaragen).

Wassertiefen bei Überschwemmung: < 1 Meter (gelb), 1 bis 2 Meter (hell orange), 2 bis 4 Meter (dunkel orange),  > 4 Meter (rot) Bildquelle: https://www.flussgebiete.nrw.de
Wassertiefen bei Überschwemmung: < 1 Meter (gelb), 1 bis 2 Meter (hell orange), 2 bis 4 Meter (dunkel orange), > 4 Meter (rot) Bildquelle: https://www.flussgebiete.nrw.de

Klimapolitik: Duisburg asphaltiert sich zu

Neubaugebiet 'Am Alten Angerbach' | Luftbild: Sommer 2020 (Quelle: https://geoportal2.duisburg.de/geoportal/stadtplan/)
Neubaugebiet 'Am Alten Angerbach' | Luftbild: Sommer 2020 (Quelle: https://geoportal2.duisburg.de/geoportal/stadtplan/)

22.07.2021

In Duisburg wird fleißig gebaut, deutlich mehr als in anderen Teilen Deutschlands. Viele Flächen verschwinden unter Beton. Eine Menge fruchtbaren Bodens geht dadurch verloren, wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere werden zerstört. Aber auch uns Menschen tut ein Zuviel an Beton nicht gut. Wir denken an Hitze im Sommer, die bis weit in die Nacht anhält, weil die betonierte Stadt viel Wärme speichert. Wir denken an Dürre und an versiegende Brunnen, weil der wenige Regen in Kanälen verschwindet. Und wir denken an Überschwemmungen, weil eben diese Kanäle es nicht schaffen, in regen-reichen Zeiten so viel Wasser zu schlucken, wie ihnen von Häuserdächern und Straßen zugeführt wird.

 

Und doch haben wir noch immer nicht genug. Es wird weiter gebaut und weiter versiegelt. Doch wie viel genau? Der NABU Duisburg hat nachgerechnet. Bis zum Jahr 2027 sollen es nach den Plänen der Stadt weitere 200 Hektar sein, die unter Beton und Asphalt verschwinden. Das sind 2 Millionen Quadratmeter und damit mehr als viermal so viel, wie von der Bundesregierung vorgegeben (siehe Grafik).  MEHR

 

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Kurz & knapp

Mit dieser Rubrik wollen wir euch in aller Kürze über verschiedene Themen informieren.


Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppe Streuobstwiese

Gehölzschnitt - Wildblumenwiese - Benjeshecke

Streuobstwiese des NABU Duisburg
Streuobstwiese des NABU Duisburg

29.11..2021

Im Jahr 1992 pflanzte der NABU Duisburg auf einer von der Stadt gepachteten Fläche 35 hoch-stämmige Obstbäume. Neben den üblichen Kandidaten waren darunter auch Sorten wie Mirabelle, Mispel und Walnuss.

Nachdem die Wiese jahrelang sich selbst über-lassen war, wurde Ende 2019 eine Arbeits-gruppe ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Wiese zu pflegen und ökologisch aufzuwerten.

Nächster Aktionstag: 7. Januar 2023

MEHR

 

Was blüht denn da?

Fundstücke von der Streuobstwiese (zum Vergrößern klicken):

Wiesenmahd

Eindrücke von der letztjährigen Heuernte (zum Vergrößern klicken):

Panorama Streuobstwiese (Foto: U. Elders)

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