Willkommen beim NABU Duisburg

Gemeinsam für Mensch und Natur


letzte Änderung: 02.09.2021

Freitag, 24.09.2021

Duisburg startet um 16:00 Uhr auf der Königstraße Details

Klima & Politik

Ein Statement

Das Wort 'Klimawandel' ist in aller Munde, nicht erst seit der Flutkatastrophe in der Eifel. Seit Jahren beherrscht das Thema die Printmedien, Nachrichtensendungen, Politmagazine und Diskussionsrunden. Trotz der Flut an Informationen, trotz der Brisanz, die in dem Thema steckt, und dem daraus abzuleitenden Handlungsdruck, kommen wir nicht entscheidend voran. In erster Linie liegt das an den politisch Verantwortlichen.

Mal Hand aufs Herz: Wie oft haben Sie den Satz gehört Wir müssen endlich beginnen zu handeln oder (auf neu-deutsch) The time to act is now? Ganz oft wird dabei vergessen, dass der Zeitpunkt, mit dem Handeln zu beginnen, nicht jetzt ist, sondern schon Jahre zurückliegt. Hätten die Regierenden damals die nötigen Schritte eingeleitet, wäre der Handlungsdruck heute nicht so enorm groß. Gleichzeitig wird uns von den Experten versichert, noch sei Zeit, das Ruder herumzureißen. Das mag stimmen. Dabei wird jedoch gelegentlich verschwiegen, dass die Anstrengungen und die Kosten mit jedem Jahr, das ungenutzt verstreicht, in die Höhe schnellen.

Was wir betreiben, nennt sich Prokrastination, besser bekannt als Aufschieberitis. Wir wissen, das wir etwas tun müssen, verbannen es aber in die Zukunft - weil wir zu bequem sind, weil wir unsere Gewohnheiten nicht aufgeben wollen, weil wir denken Morgen ist ja auch noch Zeit, obwohl wir wissen, dass das nur eine Ausrede ist. Und eh wir uns versehen, ist ein Jahr vergangen ... oder ein ganzes Jahrzehnt.

Wenn wir ehrlich sind, bürden wir damit das Problem unseren Nachkommen auf (zur Erinnerung: das sind die jungen Menschen, die jetzt schon unter uns leben). Wir vererben ihnen aber nicht nur ein "Problem", denn zu dem Erbe gehört auch eine Unmenge an Anstrengungen und Einschränkungen (die wir bislang nicht bereit waren zu tragen), dazu gehören Umweltbedingungen, die bestenfalls extremer sein werden, in manchen Regionen der Erde aber auch regelrecht lebensfeindlich, und dazu gehört ein riesiger Haufen Schulden. Im Grunde verbraten wir einen Großteil der Rücklagen (natürliche Ressourcen) und hinterlassen Berge an Müll, mit Nährstoffen vergiftete Böden,  eine überhitzte Atmosphäre, ausgestorbene Arten und leer-geräumte Konten. Das einzig Nachhaltige, was wir zustandebringen, ist ein Globus, der auf lange Sicht nicht zu reparieren sein wird. Was sind wir doch für Arschlöcher!

P. Rolauffs

(Vorstandsmitglied)

02.09.2021

Diese Zeilen sind eine Reaktion auf die Ereignisse der letzten Wochen (Flutkatastrophe samt Äußerungen einiger hochrangiger "schwarzer" Politiker) sowie auf eine Pressemittteilung auf n-tv vom heutigen Tag:

 

"In der öffentlichen Debatte ist der Klimaschutz zu einem der zentralen Themen geworden. Doch je älter die Wähler, desto weniger spielen die Interessen der jungen Generation eine Rolle bei der Wahlentscheidung. Das zeigt eine aktuelle Umfrage - die Umweltschützer erschreckt." | Link zum Artikel

Bundestagswahl - es geht um was

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Ohne Sinn und Verstand

04.08.2021

"Eine der schwersten Hochwasserkatastrophen trifft Deutschland. Was sind die Ursachen? Wurde aus vorigen Fluten nichts gelernt?"

 

Diese Schlagzeile könnte aus einer der letzten Wochen stammen. Tut sie aber nicht. Der SPIEGEL brachte sie anlässlich der Jahrhundertflut an der Donau im Jahr 2013. Theoretisch hätte sie aber auch aus dem Jahr 2010 stammen können, dem Jahr der historischen Oder-Flut, oder aus 2002, dem Jahr, in dem ein "Jahrhunderthochwasser" die Elbe traf, obwohl nur vier Jahre später Wassermassen ähnlichen Ausmaßes erneut durch den Fluss rauschten.

Deshalb noch einmal die Frage: Haben wir nichts gelernt? In Duisburg offenbar nicht. Denn wie sonst wäre man zu der Entscheidung gelangt, in Beeckerwerth neue Wohnbebauung zuzulassen, keine 100 Meter vom Deich entfernt, noch dazu im Überschwemmungsgebiet des Rheins. Ein solcher Entschluss ist in höchstem Maße fahrlässig. Den städtischen Behörden, so scheint es, ist das scheißegal.

 

Hochwassergefahrenkarte (HQ 100)

Auf der Fläche der Helios Rheinklinik sollen demnächst 300 Wohneinheiten entstehen (inkl. Tiefgaragen).

Wassertiefen bei Überschwemmung: < 1 Meter (gelb), 1 bis 2 Meter (hell orange), 2 bis 4 Meter (dunkel orange),  > 4 Meter (rot) Bildquelle: https://www.flussgebiete.nrw.de
Wassertiefen bei Überschwemmung: < 1 Meter (gelb), 1 bis 2 Meter (hell orange), 2 bis 4 Meter (dunkel orange), > 4 Meter (rot) Bildquelle: https://www.flussgebiete.nrw.de

Duisburg asphaltiert sich zu

Neubaugebiet 'Am Alten Angerbach' | Luftbild: Sommer 2020 (Quelle: https://geoportal2.duisburg.de/geoportal/stadtplan/)
Neubaugebiet 'Am Alten Angerbach' | Luftbild: Sommer 2020 (Quelle: https://geoportal2.duisburg.de/geoportal/stadtplan/)

22.07.2021

In Duisburg wird fleißig gebaut, deutlich mehr als in anderen Teilen Deutschlands. Viele Flächen verschwinden unter Beton. Eine Menge fruchtbaren Bodens geht dadurch verloren, wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere werden zerstört. Aber auch uns Menschen tut ein Zuviel an Beton nicht gut. Wir denken an Hitze im Sommer, die bis weit in die Nacht anhält, weil die betonierte Stadt zu viel an Wärme speichert. Wir denken an Dürre und an versiegende Brunnen, weil der wenige Regen in Kanälen verschwindet. Und wir denken an Überschwemmungen, weil eben diese Kanäle es nicht schaffen, in regen-reichen Zeiten so viel Wasser zu schlucken, wie ihnen von Häuserdächern und Straßen zugeführt wird.

 

Und doch haben wir noch immer nicht genug. Es wird weiter gebaut und weiter versiegelt. Doch wie viel genau? Der NABU Duisburg hat nachgerechnet. Bis zum Jahr 2027 sollen es nach den Plänen der Stadt weitere 200 Hektar sein, die unter Beton und Asphalt verschwinden. Das sind 2 Millionen Quadratmeter und damit mehr als viermal so viel, wie von der Bundesregierung vorgegeben (siehe Grafik).  MEHR

 

--- zum Vergrößern bitte klicken ---

Kurz & knapp

Mit dieser neuen Rubrik wollen wir in aller Kürze über verschiedene Themen informieren.


Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppe Streuobstwiese

Gehölzschnitt - Wildblumenwiese - Benjeshecke

Streuobstwiese des NABU Duisburg
Streuobstwiese des NABU Duisburg

 21.05.2021

Im Jahr 1992 pflanzte der NABU Duisburg auf einer von der Stadt gepachteten Fläche 35 hoch-stämmige Obstbäume. Neben den üblichen Kandidaten waren darunter auch Sorten wie Mirabelle, Mispel und Walnuss.

Nachdem die Wiese jahrelang sich selbst über-lassen war, wurde Ende 2019 eine Arbeits-gruppe ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Wiese zu pflegen und ökologisch aufzuwerten.

Nächster Aktionstag: 2. oder 9. September

MEHR

Ganz neu ist unser Erntekalender

 

Was blüht denn da?

Fundstücke von der Streuobstwiese (zum Vergrößern klicken):

Wiesenmahd

Eindrücke von der diesjährigen Heuernte (zum Vergrößern klicken):

Panorama Streuobstwiese (Foto: U. Elders)

Arbeitsgruppe Mauersegler

Bestandserfassung - Bestandssicherung - Nisthilfen

Bildquelle: NABU (Fotonatur)
Bildquelle: NABU (Fotonatur)

 03.08.2021

Die Akrobaten der Lüfte haben sich nach Süden verabschiedet. Auf ein Wiedersehen in 2022!